Krampfadern-Arzt-Phlebologe

Krampfadern: Ist der Phlebologe der richtige Arzt für mich?

Zu welchem Arzt soll ich gehen, wenn ich Krampfadern habe? Diese Frage stellen sich viele Menschen, denn den Begriff des Phlebologen kennen viele (noch) nicht. Außerdem gibt es weitere Ärzte, deren Fachbezeichnung oder Arbeit man mit dem Phlebologen beziehungsweise der Phlebologie verwechseln könnte. Hier finden sich einige Antworten zu den Themen Krampfadern und Arzt.

Die verschiedenen Ärzte – ein Überblick

Wenn Sie an den Beinen Krampfadern entdeckt haben, können Sie zunächst zu Ihrem Hausarzt gehen. Dieser wird Sie dann zum Phlebologen überweisen. An dieser Stelle wird es Zeit, die verschiedenen Ärzte beziehungsweise deren Arbeitsgebiete kurz vorzustellen:

Der Phlebologe (griechisch phléps und -logie für Vene und Lehre) ist der Venenspezialist, bei dem Besenreiser und Krampfadern fachmännisch behandelt werden. Er ist also für die Venen zuständig, die das Blut vom Körper zurück zum Herzen bringen. Meist kümmert er sich vor allem um die Beinvenen, denn deren Erkrankungen sind weit verbreitet. Je nachdem, wo sich die Krampfadern im Körper befinden, kann auch ein weiterer Arzt hinzugezogen werden (siehe unten).

Ein Angiologe (griechisch angeīon und -logie für Gefäß und Lehre) ist für das ganze Gefäßsystem im Körper zuständig. Er beschäftigt sich also zusätzlich mit Arterien und Lymphgefäßen. Auch er wird Sie, wenn die Venenprobleme speziell werden, wahrscheinlich an den Phlebologen verweisen. Es besteht hier meist eine enge Kooperation.

Der Venerologe, dessen Namen man aufgrund des Klangs zunächst mit den Venen in Zusammenhang bringen könnte, beschäftigt sich dagegen mit den Geschlechtskrankheiten. Das medizinische Wort venerisch bedeutet so viel wie „sexuell übertragbar“. Er hat also mit Krampfadern nur zu tun, wenn diese sich im Bereich der Geschlechtsorgane befinden, was durchaus auch häufiger vorkommt. Es gibt Krampfadern in den Hoden (Varikozelen) und solche im Scheidenbereich (Vulvavarizen). Außerdem sind sie zum Beispiel am Penis oder im Becken zu finden.

Für krampfaderähnliche Gebilde am Anus (After), die Hämorrhoiden, ist dagegen der Proktologe oder der Gastroenterologe zuständig. Ersterer behandelt speziell Erkrankungen des Enddarms oder Mastdarms sowie desAnalkanals, Letzterer ist der richtige Arzt für Magen-Darm-Erkrankungen.

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Krampfadern nicht auf die leichte Schulter nehmen

Sie können und sollten mit Krampfadern in den Beinvenen unbedingt zum Phlebologen gehen. Die Phlebologie ist dafür in besonderem Maße zuständig, die Fachärzte speziell dafür ausgebildet. Wer denkt, die dicken geschlängeltenVenen an den Beinen seien nicht weiter gefährlich, irrt sich. Krampfadern sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Sie können zwar selbst einiges tun, um die Beschwerden zu erleichtern. Venengymnastik, Bewegung, Wechselduschen, Stützstrümpfe und andere Maßnahmen sind zur Vorbeugung von Besenreisern und vor allem Krampfadern immer hilfreich. Aber normalerweise verschwinden die Beschwerden nicht mehr von selbst, die betroffenen Gefäße müssen vom Venenspezialisten behandelt werden.

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um sie zu behandeln. Kleine, schmale Krampfadern, die sich an der Oberfläche nahe der Haut befinden und nicht in die tiefen Venen reichen, können zunächst beobachtet werden, wenn Sie sie noch nicht entfernen lassen möchten. Dafür gehen Sie jedoch in regelmäßigen Abständen zum Phlebologen. Eine genaue Untersuchung ist wichtig, um ein Thromboserisiko auszuschließen. Ein Venencheck dauert nicht lange und ist vollkommen schmerzfrei. Zugleich werden Sie angehalten, sich viel zu bewegen, die Beine hochzulegen, Wechselduschen zu nehmen und am besten Stützstrümpfe zu tragen.

Sind die Krampfadern zu bedenklicher Größe gewachsen oder haben Sie aufgrund eines Beingeschwürs sogar Schmerzen, sollten die betroffenen Venen entfernt werden. Das geschieht meist durch einen kleinen Minimalinvasiven-Eingriff, bei der die Venen verödet werden. Die Beschwerden klingen somit rasch ab, auch sind die Beine nicht mehr entstellt. Allerdings ist dies keine Versicherung, dass die Krampfadern nicht wiederkehren. Durch die Veranlagung eines schwachen Bindegewebes und durch zu viel Sitzen oder Stehen, können sich weitere Venen nach einiger Zeit neu verdicken; ein langsamer Prozess, der zwei Jahre und mehr dauern kann.

Lasertherapie ist bei Krampfadern besonderes schonend

Eine äußerst schonende Behandlung von Krampfadern ist die endovenöse Lasertherapie. Unter örtlicher Betäubung wird ein Laser in die Vene eingeführt. Mit hoher Temperatur verödet dieser die Venenwände. Die Vene schrumpft und löst sich rasch auf. Der Durchmesser des Katheters ist so klein, dass keine Narben zurückbleiben. Der Eingriff wird ambulant vorgenommen und der Patienten profitiert von einer raschen Genesung.

Der Phlebologe berät Sie bei Krampfadern und Besenreisern

Lassen Sie sich beraten. Die Devise für Krampfadern lautet: Wehret den Anfängen! Der Gang zum Phlebologen ist auf jeden Fall geraten, wenn Sie Krampfadern haben oder Besenreiser feststellen. Die schmerzfreie Untersuchung ist rasch abgeschlossen und verschafft Ihnen Klarheit über den Zustand Ihrer Venen. Anschließend können Sie über den Ratschlag des Venenspezialisten, wie weiter vorzugehen ist, immer noch in Ruhe nachdenken.

Sie haben weitere Fragen? Dann vereinbaren Sie gerne hier einen Termin mit Phlebologe Dr. med. Carsten Borchard von der Venenpraxis Münster.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise. Die Informationen können das Gespräch mit Ihrem Arzt nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei Beschwerden unbedingt einen Arzt auf!