Venenentzündung

Wie kann ich eine Venenentzündung erkennen und vorbeugen?

Eine Venenentzündung entsteht in der Regel in der hautnahen Vene und kann jeden treffen; Frauen häufiger als Männer. Meist ist sie nur für wenige Tage schmerzhaft, sie kann aber auch Wochen dauern und je nach Entzündungsort gefährlicher sein, vor allem, wenn sie unbehandelt bleibt. Daher gehört diese Venenerkrankung unbedingt in die Hand eines Spezialisten. Das ist in der Regel der Venenarzt, Phlebologe genannt.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung der Venenentzündung.

INHALT

• Wie entsteht eine Venenentzündung?
• Welche Symptome treten auf?
• Die ärztliche Behandlung
• Wie kann ich vorbeugen?

Die Ursachen: Wie entsteht eine Venenentzündung?

Der wissenschaftliche Name dieser Entzündungen lautet Phlebitis, abgeleitet von dem griechischen Wort phléps, das sowohl die Vene als auch allgemeiner ein Blutgefäß bezeichnet. In den Venen fließt das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen. Fließt das Blut langsamer, weil wir beispielsweise zu viel sitzen oder stehen, stockt es in den Venen und kann so Verursacher der Entzündung sein. Es gibt aber auch weitere Ursachen, die wir hier in einer Liste zusammenfassen:

    • Bewegungsarmut
    • Bettlägerigkeit
    • Flüssigkeitsverlust
    • Herzschwäche
    • Krampfadern
    • Erhöhte Gerinnungswahrscheinlichkeit des Blutes (nach Operationen oder im Wochenbett)
    • Tumore
    • Verweilkatheder, die zu lange genutzt werden
    • Verletzungen der Venenwand
    • Bakterien, die durch Hautverletzungen eindringen
    • Bei Frauen: die Verhütungspille (besonders in Verbindung mit Nikotin)

Welche Symptome treten auf?

Eine Venenentzündung lässt sich leicht an diesen Merkmalen erkennen:

    • Schmerzen, auch beim Gehen
    • Druckempfindlichkeit
    • Wärmegefühl
    • Verhärtung der Vene (verdickte Venenwand)
    • Rötungen
    • Fieber bei bakteriellen Entzündungen

Eine Entzündung, die in einer hautnahen Vene steckt, ist nicht zu übersehen und sie macht sich meist auch durch mehr oder weniger starke Schmerzen bemerkbar. Die harte Vene ist als Strang zu ertasten, wobei dies vorsichtig geschehen sollte, da bei Druck neue Schmerzen entstehen.

Sollte der Bereich zudem anschwellen, muss unbedingt rasch abgeklärt werden, ob eine Thrombose in den tiefen Venen vorliegt. Eine Thrombose ist gefährlich, da sich ein Gerinnsel lösen kann und über das Herz in die Lunge dringen kann. Hier kommt es dann zu einem Sauerstoffmangel, der gefürchteten Lungenembolie. Sie kann tödlich enden.

Ebenso ist zu klären, ob die Entzündung nahe an einem Zugang zu den tiefen Venen liegt. Sie könnte sich hier fortsetzen und zu gefährlichen Thrombosen führen. Diese können also sowohl eine Ursache als auch eine Folge einer unbehandelten Venenentzündung sein.

Venencheck-Venenpraxis Muenster

Die ärztliche Behandlung

Selbst mit einer eher leichten Entzündung sollten Sie zum Facharzt, eben zum Phlebologen, gehen. Hier wird ein Venen-Check gemacht und mithilfe von Ultraschall auch das tiefe Venensystem genau kontrolliert.

Treten die Entzündungen im Gesicht auf, sind sie nicht ungefährlich, denn diese Venen sind mit denen des Gehirns verbunden. Meist treten die Entzündungen aber an den Beinen, gelegentlich an den Armen auf. Handelt es sich nur um eine leichte Entzündung, wird eine entzündungshemmende Salbe verschrieben und, um am Beispiel der Beine zu bleiben, vor allem ein Kompressionsverband angelegt.

Dieser verkleinert den Durchmesser der Vene, sodass das Blut schneller fließen kann. Viele Betroffene empfinden eine Kühlung der betroffenen Stelle als sehr angenehm. Das jeweilige Bein sollte zudem so oft wie möglich hochgelagert werden. Gibt es keine anderen Anweisungen, sollten Sie sich bewegen. Venengymnastik ist ebenfalls förderlich.

Zudem kann der Arzt Schmerztabletten und, bei einer bakteriellen Venenentzündung, Antibiotika verschreiben. In manchen Fällen sticht er die hautnahe Vene an und massiert ein bereits vorhandenes, aber noch kleines Gerinnsel mit den Händen heraus.

Sind Krampfadern die Ursache, sollten auch diese behandelt werden. Eine sehr schonende Behandlungsform von Krampfadern ist die endovenöse Lasertherapie. Dazu wird ein Laser in die Vene eingeführt. Dieser zerstört mit hoher Temperatur radial die Venenwände, sodass die Vene schrumpft und sich drauf von selbst auflöst. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und hat geringe Nebenwirkungen.

Wie kann ich eine Venenentzündung vorbeugen?

Tatsächlich ist es so, dass Sie zwar wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen sollten, damit es möglichst nicht zu einer Venenentzündung kommt, ganz auszuschließen, ist sie aber nie. Ob Sie venengesund sind oder bereits einmal Probleme mit Ihren Venen hatten, diese Maßnahmen sind auf jeden Fall hilfreich:

9 Tipps für
gesunde Venen

1. Bewegen Sie sich

Das bedeutet, sich so viel wie nur möglich zu bewegen. Gerade Menschen mit einem Job, der viel Sitzen oder Stehen erfordert, sollten jede Gelegenheit nutzen. Als Sportarten sind Schwimmen, Wandern, Gehen, Walken, Joggen und Radfahren günstig. Betreiben Sie am Schreibtisch öfter Fußgymnastik. Gezielte Venengymnastik hilft.

2. Duschen Sie am Ende kühl

Sie können lauwarm duschen, was im Ganzen auf jeden Fall günstiger ist als sehr heiße Duschen. Versuchen Sie, zum Abschluss so kalt wie möglich die Füße und Beine abzuduschen.

3. Vermeiden Sie Übergewicht

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Ihre überflüssigen Pfunde am besten dauerhaft loswerden. Übergewicht drückt auf die Beinvenen und ist daher auf Dauer schädlich.

4. Rauchen Sie nicht

Rauchen schädigt die Venenwände. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt eine geeignete Therapie, um das Rauchen auf Dauer einzustellen. Auch Passivraucher sollten Abstand wahren.

5. Trinken Sie viel Wasser

Genug Flüssigkeit (ungesüßter Tee und Wasser) hält das Blut flüssiger. Es kann leichter und schneller fließen.

6. Vermeiden Sie Hitze

Das betrifft Sauna und Badewanne: Wer nicht verzichten will, sollte kürzere Aufenthalte im Saunaraum planen, sich länger kalt abduschen oder ins Kaltwasserbecken gehen und beim Ausruhen die Beine hochlagern. Auch das Wannenbad zu Hause sollte nicht zu heiß genommen werden. Die Vermeidung von zu viel Wärme gilt auch für Sonnenbäder.

7. Lagern Sie die Beine hoch

Das gilt für jede mögliche Situation. Es gibt kleine Trittbretter, die man unter den Schreibtisch stellen kann. Zur Büropause lassen sich die Füße ohne Schuhe auf einen zweiten Stuhl legen. In unserem Blog erhalten Sie zudem 5 Venen-Tipps gegen müde Beine im Büro. Zu Hause ziehen Sie die Beine auf die Couch oder wählen einen Hocker. Legen Sie sich gelegentlich mit dem Rücken auf das Bett und legen Sie die Beine zusätzlich auf ein Venenkissen.

8. Tragen Sie Kompressionsstrümpfe

Diese besonderen Strümpfe sind ideale Begleiter für Flug- und Busreisen, ebenso für längere Autofahrten. Zudem sind die Farben und Materialien heutzutage so modern, dass die Strümpfe aussehen wie Seidenstrümpfe und gewöhnliche Socken. Es lassen sich also zu jeder Garderobe die passenden Kompressionsstrümpfe finden. Zudem gibt es sie auf Rezept, wenn sie der Phlebologe empfiehlt. Mit der Verschreibung gehen Sie zu einem Sanitätshaus und lassen sich die Strümpfe individuell anpassen. Wer schon einmal Probleme mit Venenentzündungen hatte, sollte täglich die Kompressionsstrümpfe tragen. Zusammen mit ausreichender Bewegung helfen sie dabei, dass das Blut besser und schneller zum Herzen zurückfließen kann. In manchen Fällen ist es ratsam die Kompressionsstrümpfe auch nachts zu tragen.

9. Gehen Sie in regelmäßigen Abständen zum Arzt

Der richtige Facharzt ist ein Phlebologe. Er wird Ihre Beine untersuchen. Bei Bedarf wird er Maßnahmen vorschlagen, um beispielsweise Besenreiser oder Krampfadern zu behandeln. Es empfiehlt es sich, alle zwei bis drei Jahre die Venengesundheit untersuchen zu lassen. Ein Venen-Check ist völlig schmerzfrei und bringt Ihnen die nötige Sicherheit. Eventuelle Venenprobleme auf diese Weise rechtzeitig erkannt, sodass geeignete Maßnahmen rechtzeitig getroffen werden und viele Probleme mit den Venen vermieden werden können.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise. Die Informationen können das Gespräch mit Ihrem Arzt nicht ersetzen. Bitte suchen Sie bei Beschwerden unbedingt einen Arzt auf!